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07 Warum Malen fürs Gehirn so wichtig ist – Kreativität & BDNF

  • 10. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Vielleicht hast Du es schon einmal gehört – vielleicht liest Du es hier zum ersten Mal:

Unser Gehirn braucht Kreativität.


Ohne sie fällt es ihm schwerer, sich weiterzuentwickeln, neue Verbindungen zu knüpfen und Neues zu lernen. Kreativität ist kein nettes Extra – sie erfüllt eine wichtige Funktion für unsere geistige und emotionale Gesundheit.


Warum das so ist, habe ich vor einiger Zeit in einem sehr spannenden Buch gelernt:D📖 Die Good-Habits-Methode.

Schon beim Lesen – besonders beim Teil über BDNF – wurde mir vieles bewusst, was ich intuitiv schon lange gespürt hatte. Dieses Buch hat mir die neurobiologische Erklärung dafür geliefert, warum kreatives Tun eine so direkte und starke Wirkung auf unser Nervensystem hat.


Ein paar Tage später hat sich dieses Wissen ganz praktisch in meinem Alltag gezeigt.

Mein Laptop ist plötzlich hängen geblieben – und nicht nur für ein paar Minuten, sondern über mehrere Tage hinweg 😱


Je länger sich das Problem zog, desto präsenter wurde der Stress. Gedanken kreisten, To-do-Listen blieben liegen, innerlich war ich ständig angespannt.


Irgendwann habe ich mich dann einfach hingesetzt und angefangen, Karten zu malen. Nicht mit dem bewussten Gedanken „Jetzt entspanne ich mich“, sondern eher aus der Situation heraus – weil ich gerade nichts anderes tun konnte.


Und fast unbemerkt passierte etwas:

Mein Körper wurde ruhiger.

Mein Atem tiefer.

Mein Kopf leiser.


Die Laptop-Thematik war zwar noch da –aber sie hat mich plötzlich nicht mehr gestresst.

In diesem Moment habe ich sehr deutlich gespürt, was ich zuvor gelesen hatte:

Kreatives Tun wirkt direkt auf unser Nervensystem.

Nicht abstrakt, nicht theoretisch – sondern ganz konkret im Körper.


Genau an dieser Stelle hat für mich alles zusammengepasst. Denn das Buch, das ich zuvor gelesen hatte, hat mir die neurobiologische Erklärung dafür geliefert, warum kreatives Tun eine so starke Wirkung auf uns hat.

Und weil ich manchmal ein bisschen Nerdtalk liebe, nehme ich Dich jetzt mit in diese Erklärung 👇🤓


Warum Malen fürs Gehirn so wichtig ist

BDNF – Dünger fürs Gehirn 🌱

Unser Gehirn braucht BDNF (Brain-Derived Neurotrophic Factor). Dabei handelt es sich um ein Wachstums- und Schutzprotein für Nervenzellen.

Du kannst dir BDNF gut wie eine Art Dünger fürs Gehirn vorstellen.


Je höher der BDNF-Spiegel ist, desto besser können Nervenzellen:

  • wachsen & sich regenerieren

  • sich miteinander vernetzen

  • Neues lernen und speichern


Ein niedriger BDNF-Spiegel wird hingegen häufig (nicht ausschliesslich, aber begleitend) mit Dingen wie:

  • Antriebslosigkeit & gedrückter Stimmung

  • Konzentrationsschwierigkeiten

  • erhöhter Stressanfälligkeit

in Verbindung gebracht.


Wofür ist BDNF so wichtig?

BDNF spielt eine zentrale Rolle für:

  • die Neuroplastizität (also die Formbarkeit des Gehirns)

  • Lernen & Gedächtnis

  • emotionale Stabilität & Stressresilienz


Kurz gesagt: BDNF hilft Deinem Gehirn, flexibel, lernfähig und belastbar zu bleiben.


Warum Kreativität den BDNF-Spiegel erhöht

Kreative Tätigkeiten sind ein kleiner Jackpot fürs Gehirn, weil sie mehrere BDNF-Trigger gleichzeitig aktivieren.


Unser Gehirn liebt Neues. Beim Malen entdecken wir neue Farben, Formen, Bewegungen und Strukturen. Genau dadurch wird das Gehirn stimuliert – es „lernt“ und schüttet vermehrt BDNF aus.


Das gilt übrigens nicht nur fürs Malen, sondern auch für:

  • Zeichnen

  • Schreiben

  • Musizieren

  • Stricken, Nähen

  • jede andere Form von kreativem Gestalten


Flow, Emotionen & Regulation

Beim kreativen Tun geraten wir oft in einen Flow-Zustand:

  • wir sind ganz im Moment

  • grübeln weniger

  • der Stresspegel sinkt


Stress senkt den BDNF-Spiegel –Flow und Entspannung unterstützen ihn.

Gleichzeitig verarbeiten wir beim kreativen Arbeiten Emotionen. Wir drücken aus, was innerlich da ist, regulieren Spannungen und kommen wieder in Balance. Auch darauf reagiert unser Gehirn positiv – und damit auch der BDNF-Spiegel.


Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Aspekt: Durch Kreativität signalisieren wir unserem Gehirn „Ich erschaffe etwas“. Dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit wirkt regulierend und unterstützend auf unsere neuronischen Prozesse.


Wichtig: Es geht nicht ums Ergebnis

Du musst dafür weder perfekt malen noch besonders „talentiert“ sein. BDNF reagiert nicht auf das Ergebnis, sondern auf den Prozess.

Genau das ist mir auch in meinen Kursen so wichtig: Es geht nicht um das fertige Kunstwerk, sondern um das Dasein, das Entspannen, das Runterkommen und das Erleben des Moments.


Ein zusätzlicher Bonus

Ein erhöhter BDNF-Spiegel kann ausserdem dazu beitragen, dass:

  • Veränderungen leichter fallen

  • neue Gewohnheiten besser etabliert werden

  • Motivation sich natürlicher und weniger erzwungen anfühlt


Und die Kernaussage des Ganzen: Kreativität ist keine Spielerei

Sie ist eine Form von Gehirnpflege.


Dieser Text soll ein Anstoss sein, Dir im Alltag mehr kreative Momente zu erlauben – besonders dann, wenn Du glaubst, keine Zeit dafür zu haben.

Wenn Du Dir dafür bewusst Raum nehmen möchtest, findest Du ihn in meinen Kursen in meinem Atelier, fern vom Leistungsdruck, mit Fokus auf Prozess, Entlastung und Flow.


Also los, sieh Dich um und such Dir einen passenden Kurs aus.

Wir sehen uns im Atelier 😉


Dein Gehirn wird es Dir danken. 🎨🧠

 
 
 

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